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Bundesumweltminister verbietet Fleisch bei offiziellen Anlässen

11. Schokoladenkuchen - Encuentro (San Francisco)

  1. Die Tierhaltung ist eine der Hauptursachen für Klimawandel und Umweltzerstörung, weshalb ein deutsches Ministerium in einem neuen, umstrittenen Verbot für Vegetarismus eintritt.

  2. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks kündigte an, dass ihr Ministerium keine offiziellen Funktionen mehr für Fleisch, Fisch oder Fleischprodukte wahrnimmt. Hendricks sagte, ihr Ministerium müsse in Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen als "Vorbild" dienen.

  3. "Wir wollen ein gutes Beispiel für den Klimaschutz geben, weil vegetarische Kost klimafreundlicher ist als Fleisch und Fisch", hieß es in einer Erklärung in dieser Woche laut The Daily Telegraph . Das Verbot soll Ende Januar in Kraft getreten sein.

  4. Das Ministeriumsmandat besagt auch, dass Mahlzeiten, die bei offiziellen Anlässen serviert werden, aus biologischem Anbau stammen sollten, wobei saisonale, lokale und fair gehandelte Produkte bevorzugt werden, berichtete die deutsche Zeitung Bild. Zutaten sollten nur auf kurze Distanz transportiert werden, hieß es im Auftrag.

  5. In einem Land, das für Schnitzel und Currywurst bekannt ist, überrascht es vielleicht nicht, dass das Fleischverbot kontrovers diskutiert wurde.

  6. Einige Mitglieder der deutschen Regierung haben Hendricks, ein Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, des Übergreifens beschuldigt.

  7. "Ich habe diesen Veggie-Tag nicht durch die Hintertür. Statt Kindermädchen-Staat und Ideologie glaube ich an Vielfalt und Wahlfreiheit", sagte Christian Schmidt, Minister für Ernährung und Landwirtschaft und ein Christdemokrat.

  8. Das Umweltministerium verteidigte sein No-Fleisch-Edikt. Das Ministerium sagte in einer Erklärung, dass es nicht "jemandem sagt, was er essen soll", sondern vielmehr eine nachhaltige Lebensmittelauswahl fördert.

  9. Die Spannungen zwischen den Sozialdemokraten und den Christdemokraten waren im Vorfeld der diesjährigen deutschen Wahlen groß, die einen engen Kampf zwischen den beiden Parteien versprechen. Die Auseinandersetzung um das Fleischverbot zeige steigende Gemüter, sagte der Telegraph diese Woche.

  10. Die Forschung ist in Bezug auf die ökologischen Vorteile des Vegetarismus geteilt. Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten genauso klimawirksam sind wie manche Fleischprodukte. Dennoch bleiben die Beweise für eine fleischreduzierte Ernährung - insbesondere mit weniger Rindfleisch und einigen Arten von Meeresfrüchten - aus Nachhaltigkeitssicht überzeugend.

  11. Die Tierhaltung wurde mit dem Klimawandel, dem Abbau der Fischerei, dem Aussterben von Arten, der Entwaldung, der Bodendegradation und anderen Umweltauswirkungen in Verbindung gebracht. Allein die Tierproduktion verursacht fast 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das ist mehr als die Emissionen des gesamten Transportsektors, so die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

  12. Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass Fleischesser die Hauptursache für das weltweite Artensterben sein könnten, da die Nutztierproduktion nachteilige Auswirkungen auf das Land hat. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2015 im Stanford Environmental Law Journal ist die Tierhaltung auch der weltweit führende Verbraucher von Süßwasser und benötigt durchschnittlich 55 Billionen Gallonen pro Jahr.

  13. Insbesondere Rindfleisch wurde als besonders umweltschädlich eingestuft. Laut Global Footprint Network wird für die Produktion von 1 Tonne Rindfleisch 14-mal so viel biologisch produktives Land benötigt wie für die Produktion von 1 Tonne Getreide.

  14. Einige Arten von Meeresfrüchten sind auch umweltproblematisch. Nach Angaben der Vereinigten Staaten von Amerika werden rund 75 Prozent der weltweiten Fischereien entweder ausgebeutet oder von Überfischung heimgesucht. Die mit der Produktion von frischen und gefrorenen Schalentieren verbundenen Treibhausgasemissionen sind im Vergleich zu anderen gängigen Lebensmitteln die höchsten pro Kalorie.

  15. Trotz Deutschlands Ruhm für Bratwürste und andere Fleischgerichte soll der Vegetarismus zunehmen. Nach Angaben der gemeinnützigen Europäischen Vegetarier-Union entscheiden sich fast 10 Prozent der deutschen Bevölkerung für Fleischlosigkeit und gehören damit zu den vegetarischsten Ländern Europas.

  16. Die Tierhaltung ist eine der Hauptursachen für Klimawandel und Umweltzerstörung, weshalb ein deutsches Ministerium in einem neuen, umstrittenen Verbot für Vegetarismus eintritt.

  17. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks kündigte an, dass ihr Ministerium keine offiziellen Funktionen mehr für Fleisch, Fisch oder Fleischprodukte wahrnimmt. Hendricks sagte, ihr Ministerium müsse in Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen als "Vorbild" dienen.



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